Sie haben eine Wohnung für 500.000 €, 700.000 € oder 900.000 € gefunden? Der in der Immobilienanzeige angegebene Preis entspricht nicht unbedingt dem Gesamtbudget, das Sie benötigen, um Eigentümer zu werden.
Beim Kauf einer Immobilie in Luxemburg können zusätzlich zum Kaufpreis verschiedene Kosten entstehen: Erwerbskosten, Finanzierungskosten, Versicherungen, mögliche Renovierungsarbeiten oder weitere Ausgaben im Zusammenhang mit dem Einzug.
Bevor Sie mit den Besichtigungen beginnen, sollten Sie daher nicht nur wissen, wie viel Sie leihen können, sondern auch, wie viel Ihr Immobilienprojekt insgesamt kosten wird.
Der Kaufpreis ist nur ein Teil Ihres Budgets
Dies ist einer der häufigsten Fehler beim ersten Immobilienkauf.
Ein Käufer mit einem Budget von 600.000 € sollte nicht automatisch nur nach Immobilien suchen, die bis zu 600.000 € kosten.
Es muss ausreichend finanzieller Spielraum für die verschiedenen mit dem Kauf verbundenen Kosten vorhanden sein. Außerdem sollte geprüft werden, welche dieser Ausgaben gegebenenfalls in die Bankfinanzierung integriert werden können.
Das Budget sollte daher als Ganzes betrachtet werden:
Kaufpreis + Erwerbskosten + Finanzierungskosten + eventuelle Renovierungsarbeiten + zusätzliche Ausgaben.
Welche Kosten sollten Sie beim Immobilienkauf einplanen?
Die mit dem Immobilienkauf verbundenen Kosten
Beim Kauf einer Immobilie entstehen verschiedene administrative und steuerliche Kosten.
Wie hoch die tatsächlichen Kosten für den Käufer ausfallen, hängt insbesondere von der Art des Immobilienkaufs, seiner persönlichen Situation und den möglichen Vergünstigungen ab, die er in Anspruch nehmen kann.
Hier kann insbesondere der Bëllegen Akt für bestimmte Käufer einer selbst genutzten Immobilie eine wichtige Rolle spielen.
Diese Kosten sollten daher bereits bei der Berechnung des Budgets berücksichtigt werden und nicht erst, nachdem der Kaufvorvertrag unterschrieben wurde.
Das Eigenkapital
Das Eigenkapital ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil der Immobilienfinanzierung.
Die Banken analysieren unter anderem die verfügbaren Ersparnisse, den Kaufpreis der Immobilie, die gewünschte Kreditsumme, das Profil des Kreditnehmers und die Art des Projekts.
Zwei Personen, die eine Immobilie zum gleichen Preis kaufen möchten, können daher unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten erhalten.
Eigene Ersparnisse bieten zudem mehr Flexibilität, um Kosten abzudecken, die möglicherweise nicht über den Immobilienkredit finanziert werden können.
Die Kosten des Immobilienkredits
Auch die Finanzierung selbst kann verschiedene Kosten verursachen.
Je nach Bank und gewählter Finanzierung können beispielsweise Kosten für die Bearbeitung des Kreditantrags, Garantien oder andere für die Kreditvergabe notwendige Schritte entstehen.
Daher sollten zwei Bankangebote nicht ausschließlich anhand des angebotenen Zinssatzes verglichen werden.
Entscheidend ist, die Gesamtkosten der Finanzierung zu berücksichtigen.
Versicherungen im Zusammenhang mit dem Kredit
Je nach Finanzierung und persönlicher Situation können auch verschiedene Versicherungen Teil Ihres Immobilienprojekts sein.
Die Kosten können von mehreren Faktoren abhängen, darunter die Kreditsumme, die Laufzeit der Finanzierung und das Profil der Kreditnehmer.
Auch diese Ausgaben sollten daher von Anfang an in das Gesamtbudget eingeplant werden.
Vergessen Sie mögliche Renovierungsarbeiten nicht
Eine günstigere Wohnung kann letztendlich ein höheres Budget erfordern als eine teurere Immobilie, die sofort bezugsfertig ist.
Küche, Badezimmer, Elektrik, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Dämmung oder andere Renovierungsmaßnahmen können schnell erhebliche Kosten verursachen.
Versuchen Sie daher, die notwendigen Arbeiten möglichst genau einzuschätzen, bevor Sie ein Kaufangebot abgeben.
Anschließend muss geprüft werden, ob diese Arbeiten in die Finanzierung integriert werden können oder aus Ihren eigenen Ersparnissen bezahlt werden müssen.
Und welche Kosten entstehen nach dem Kauf?
Ihr Budget endet nicht mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags.
Als neuer Eigentümer müssen Sie auch weitere Ausgaben berücksichtigen: Umzug, Möbel, Ausstattung, Nebenkosten der Eigentümergemeinschaft, Instandhaltung der Immobilie oder zukünftige Renovierungsarbeiten.
Das Ziel sollte daher nicht unbedingt darin bestehen, die gesamten Ersparnisse für den Immobilienkauf einzusetzen.
Eine finanzielle Reserve nach dem Kauf kann besonders wichtig sein.
Beispiel: Sie möchten eine Wohnung für 600.000 € kaufen
Nehmen wir an, Sie haben eine Wohnung gefunden, die für 600.000 € angeboten wird.
Die erste Frage sollte nicht einfach lauten:
„Kann mir die Bank 600.000 € leihen?“
Stattdessen sollten Sie sich fragen:
„Wie hoch sind die Gesamtkosten meines Projekts und über welche finanziellen Mittel muss ich verfügen, um es unter guten Bedingungen finanzieren zu können?“
Dabei sollten insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Ihr verfügbares Eigenkapital;
- die mit dem Kauf verbundenen Kosten;
- mögliche Vergünstigungen oder Förderungen;
- die Kosten der Finanzierung;
- eventuelle Renovierungsarbeiten;
- die Ersparnisse, die Sie nach dem Kauf behalten möchten.
Erst nach dieser Analyse erhalten Sie einen realistischen Überblick über Ihr tatsächliches Immobilienbudget.
Wie viel Ersparnisse sollten Sie nach dem Kauf behalten?
Es kann verlockend sein, die gesamten Ersparnisse einzusetzen, um das Eigenkapital zu erhöhen.
Das ist jedoch nicht immer die beste Strategie.
Als Eigentümer entstehen neue Kosten, und unvorhergesehene Ausgaben können jederzeit auftreten.
Daher kann es sinnvoll sein, nach dem Immobilienkauf eine finanzielle Reserve zu behalten, anstatt die gesamte verfügbare Liquidität für den Kauf einzusetzen.
Wie hoch diese Reserve sein sollte, hängt natürlich von Ihrer persönlichen Situation, Ihren Einkünften, der gekauften Immobilie und den geplanten Ausgaben ab.
Legen Sie Ihr Budget fest, bevor Sie mit den Besichtigungen beginnen
Wenn Sie Ihr Immobilienbudget im Voraus festlegen, haben Sie einen entscheidenden Vorteil: Sie wissen sofort, welche Immobilien tatsächlich zu Ihrer finanziellen Situation passen.
So vermeiden Sie Besichtigungen von Immobilien, die sich nicht finanzieren lassen. Gleichzeitig verhindern Sie, dass Sie Ihre tatsächliche Kaufkraft unterschätzen.
Als ersten Schritt können Sie den Immobilienkredit-Simulator von Prêt Immo nutzen, um eine erste Einschätzung Ihrer Finanzierungsmöglichkeiten zu erhalten.
Bei einer ausführlicheren Analyse können anschließend Ihr Eigenkapital, Ihre Einkünfte, bestehende Kredite, die gewünschte Laufzeit und die Besonderheiten Ihres Projekts berücksichtigt werden.
Prêt Immo hilft Ihnen, das tatsächliche Budget Ihres Immobilienprojekts zu berechnen
Ein Immobilienprojekt besteht nicht nur aus dem Preis, der in einer Immobilienanzeige angegeben wird.
Bevor Sie sich verpflichten, sollten Sie wissen, wie viel Sie leihen können, welches Eigenkapital Sie benötigen und wie hoch die Gesamtkosten Ihres Immobilienkaufs sind.
Prêt Immo kann Sie bei dieser Analyse sowie bei der Vorbereitung Ihrer Finanzierung gegenüber den Banken begleiten.
Sie haben eine Wohnung oder ein Haus in Luxemburg gefunden? Vereinbaren Sie einen Termin mit einem Berater von Prêt Immo, um Ihr Projekt zu analysieren und Ihr Finanzierungsbudget zu bestimmen.





